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KI im ERP: Was ein lokaler Assistent wirklich kann

2 Min. Lesezeit

Kaum eine Software kommt heute ohne „KI” aus. Im ERP-Kontext ist die Frage aber konkret: Was bringt ein KI-Assistent im Tagesgeschäft wirklich – und wohin gehen dabei die Daten? Dieser Artikel trennt Nutzen von Marketing.

Wo KI im ERP konkret hilft

Ein KI-Assistent im ERP ist kein Selbstzweck. Sinnvoll wird er bei konkreten, wiederkehrenden Aufgaben:

  • Datenfragen in natürlicher Sprache: „Wie viele Artikel der Kategorie X sind unter Mindestbestand?” – statt selbst Filter zu bauen.
  • Produktbeschreibungen erstellen: SEO-taugliche Texte für viele Artikel auf einmal, statt jeden manuell zu schreiben.
  • Zusammenfassungen: lange Vorgänge oder Dokumente auf das Wesentliche eindampfen.

Der Mehrwert entsteht dort, wo KI Routine abnimmt, nicht dort, wo sie Entscheidungen treffen soll.

Cloud-KI vs. lokales Modell

Die meisten KI-Funktionen schicken Daten an externe Dienste (OpenAI, Google & Co.). Für ein ERP mit Kunden-, Bestell- und Finanzdaten ist das heikel: Diese Daten verlassen das Haus und landen bei einem Dritten.

Die Alternative ist ein lokal betriebenes Sprachmodell – etwa über Ollama, das LLMs auf eigener Hardware ausführt.

Cloud-KILokales Modell
DatenstandortExterner AnbieterEigene Infrastruktur
DatenschutzAVV/Drittland nötigDaten bleiben im Haus
Laufende KostenPro Anfrage/TokenEigene Hardware
Modell-KontrolleAnbieterabhängigFrei wählbar

Für datensensible Unternehmen ist das lokale Modell oft die sauberere Wahl: Die ERP-Daten, die der Assistent als Kontext nutzt, verlassen die eigene Umgebung nicht.

Realistische Erwartungen

Ehrlich bleiben lohnt sich: Ein lokales Modell auf normaler Hardware ist nicht so leistungsstark wie die größten Cloud-Modelle. Für die typischen ERP-Aufgaben – strukturierte Datenfragen, Textgenerierung, Zusammenfassungen – reicht es aber gut aus. Wer hochkomplexe Reasoning-Aufgaben erwartet, sollte die Erwartungen kalibrieren.

Wie VertooERP das umsetzt

Das KI-Modul von VertooERP nutzt ein lokales LLM via Ollama. Der Assistent beantwortet Fragen zu ERP-Daten mit Kontext (Produkte, Bestellungen, Lieferanten) und erstellt SEO-optimierte Produktbeschreibungen – einzeln oder als Bulk. Da das Modell lokal läuft, bleiben die genutzten Daten in Ihrer Infrastruktur. Modell und Endpunkt sind über die App-Einstellungen konfigurierbar.

Fazit

KI im ERP ist dann wertvoll, wenn sie konkrete Routinearbeit abnimmt – nicht als Buzzword. Für Unternehmen, denen Datenschutz wichtig ist, ist ein lokal betriebenes Modell die konsequente Wahl: Der Nutzen der KI ohne den Preis, sensible Daten aus der Hand zu geben. Wichtig ist, die Leistungsfähigkeit realistisch einzuordnen und KI dort einzusetzen, wo sie Zeit spart.

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