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DATEV-Schnittstelle: Buchhaltung sauber an den Steuerberater übergeben

3 Min. Lesezeit

Wer in Deutschland ein Unternehmen führt, kennt die wiederkehrende Frage am Monats- oder Jahresende: Wie kommen die Buchhaltungsdaten möglichst reibungslos zum Steuerberater? In der Praxis läuft dieser Austausch fast immer über DATEV. Dieser Leitfaden erklärt, was DATEV ist, warum eine DATEV-Schnittstelle im ERP hilfreich ist und worauf Sie bei der Übergabe achten sollten.

Was ist DATEV überhaupt?

DATEV ist ein in Deutschland weit verbreiteter Standard und ein ganzes Ökosystem für den Austausch von Buchhaltungs- und Rechnungswesendaten zwischen Unternehmen und ihren Steuerberatern. Sehr viele Steuerkanzleien arbeiten mit DATEV-Software, weshalb sich rund um dieses System gemeinsame Formate und Abläufe etabliert haben.

Für Unternehmen bedeutet das vor allem eines: Wenn Ihre Buchhaltungsdaten in einem DATEV-kompatiblen Format vorliegen, kann Ihr Steuerberater sie in der Regel direkt einlesen – ohne mühsames Abtippen oder Umformatieren.

Warum ist das ein De-facto-Standard?

Weil ein gemeinsames Format den Datenaustausch berechenbar macht. Kanzlei und Mandant müssen sich nicht auf individuelle Excel-Vorlagen oder E-Mail-Anhänge einigen, sondern nutzen einen etablierten Weg. Das reduziert Rückfragen und Missverständnisse auf beiden Seiten.

Warum ist ein DATEV-Export im ERP wichtig?

Ein ERP-System bildet viele buchungsrelevante Vorgänge ohnehin ab: Rechnungen, Zahlungen, Einkäufe. Ein integrierter DATEV-Export sorgt dafür, dass diese Daten strukturiert an die Buchhaltung und den Steuerberater weitergegeben werden können.

Saubere Übergabe statt Sammelmappe

Ohne Schnittstelle landen Belege oft als lose Sammlung von PDFs, Tabellen und Notizen beim Steuerberater. Ein DATEV-Export übergibt die Daten in einer definierten Struktur. Das macht die Übergabe nachvollziehbar und prüfbar.

Weniger Doppelerfassung

Wenn Daten manuell aus dem ERP in die Buchhaltungssoftware übertragen werden, entstehen leicht Tippfehler und Mehraufwand. Ein Export überträgt die vorhandenen Informationen direkt, sodass dieselben Buchungen nicht zweimal erfasst werden müssen.

Zeitersparnis zum Jahresabschluss

Gerade zum Jahresabschluss oder zu den Umsatzsteuer-Voranmeldungen zahlt sich eine geordnete Datenbasis aus. Wenn die Buchungssätze bereits strukturiert vorliegen, verkürzt das die Abstimmung mit der Kanzlei spürbar.

Was wird typischerweise exportiert?

Ein DATEV-Export umfasst je nach Umfang und Vereinbarung meist mehrere Bausteine:

  • Buchungssätze: die eigentlichen Buchungen mit Beträgen, Datum, Soll- und Haben-Zuordnung sowie Belegverweisen.
  • Konten: die verwendeten Sachkonten und Personenkonten, damit die Buchungen richtig zugeordnet werden.
  • Belege: je nach Setup auch die zugehörigen Belegbilder oder Belegdaten, damit sich jede Buchung nachvollziehen lässt.

Wie genau der Umfang aussieht, stimmen Unternehmen und Steuerberater gemeinsam ab. Manche Kanzleien übernehmen die laufende Buchführung selbst und benötigen vor allem Belege und Grunddaten, andere erhalten fertige Buchungssätze.

Worauf sollten Sie achten?

Ein paar Punkte helfen, die Übergabe von Anfang an sauber aufzusetzen:

Kontenrahmen abstimmen

Klären Sie früh mit Ihrem Steuerberater, welcher Kontenrahmen genutzt wird und wie Konten benannt sind. Passen die Konten zusammen, lassen sich die Daten reibungslos einlesen.

Vollständigkeit der Belege

Ein Export ist nur so gut wie die zugrunde liegenden Daten. Achten Sie darauf, dass Belege vollständig erfasst und den richtigen Vorgängen zugeordnet sind.

Regelmäßiger Rhythmus

Überlegen Sie gemeinsam, in welchem Turnus exportiert wird – monatlich, quartalsweise oder anlassbezogen. Ein fester Rhythmus verhindert, dass sich zum Jahresende alles staut.

Rollen klar verteilen

Halten Sie fest, wer im Unternehmen den Export erstellt und wer ihn übergibt. Das vermeidet Lücken und doppelte Arbeit.

DATEV-Export im ERP nutzen

Viele moderne ERP-Systeme bieten einen DATEV-Export als Teil ihres Buchhaltungsmoduls an. Auch VertooERP stellt einen DATEV-Export im Rahmen des Buchhaltungsmoduls bereit, sodass die im System erfassten Vorgänge in einem an DATEV orientierten Format an den Steuerberater übergeben werden können. Entscheidend ist am Ende weniger das einzelne Werkzeug als die konsequente Nutzung: saubere Stammdaten, vollständige Belege und ein abgestimmter Ablauf mit der Kanzlei.

Fazit

Eine DATEV-Schnittstelle im ERP macht die Übergabe der Buchhaltung planbar: Buchungssätze, Konten und Belege wandern strukturiert zum Steuerberater, Doppelerfassung entfällt und der Jahresabschluss wird entspannter. Wer Kontenrahmen, Belegqualität und Übergaberhythmus früh klärt, spart auf beiden Seiten Zeit.

Hinweis: Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen und keine Steuer- oder Rechtsberatung. Für Ihre konkrete Situation wenden Sie sich bitte an Ihren Steuerberater.

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